Wie viel Zink in der Schwangerschaft? Bedarf, Nahrungsergänzung und sichere Dosierung im Überblick

Wie viel Zink in der Schwangerschaft sinnvoll ist, lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Der Bedarf verändert sich im Verlauf der Schwangerschaft und hängt zugleich davon ab, wie gut Zink aus der Ernährung aufgenommen wird. Gleichzeitig enthalten viele Schwangerschaftspräparate bereits relevante Mengen. NUTRILAB MUNICH gibt einen Überblick über die gesamte Zufuhr: Welche Mengen werden empfohlen? Wann kann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein? Und ab welcher Zufuhr besteht das Risiko einer Überdosierung?
- In der Schwangerschaft werden je nach Ernährung und Schwangerschaftsdrittel etwa 7–13 mg Zink am Tag empfohlen. Ab dem zweiten Trimester steigt der Bedarf etwas an.
- Eine knappe Versorgung ist vor allem bei veganer oder stark pflanzenbasierter Ernährung, chronischen Darmerkrankungen, Zöliakie, nach Magen-Darm-Operationen oder bei sehr einseitiger Ernährung wahrscheinlicher.
- Der Zinkstatus wird in der regulären Schwangerschaftsvorsorge nicht separat routinemäßig kontrolliert. Da mögliche Mangelsymptome unspezifisch sind, sollten Risikofaktoren oder Beschwerden ärztlich eingeordnet werden.
- Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf häufig bereits ab. Wer zusätzlich Präparate einnimmt, sollte den gesamten Zinkgehalt prüfen, da eine dauerhaft zu hohe Zufuhr unter anderem die Kupferaufnahme beeinträchtigen kann.
Wie viel Zink am Tag in der Schwangerschaft? Das empfehlen Mediziner
Wie viel Zink am Tag in der Schwangerschaft empfohlen wird, richtet sich nach zwei Dingen: dem Schwangerschaftsdrittel und deiner Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt in ihren aktuellen Referenzwerten für Zink für das erste Drittel je nach Ernährungsweise 7 bis 11 Milligramm pro Tag. Bei den meisten Frauen entspricht das der gleichen Menge wie vor der Schwangerschaft.
Erst ab dem zweiten Trimester steigt der empfohlene Bedarf auf 9 bis 13 Milligramm pro Tag an. Der Grund dafür ist vor allem das zunehmende Wachstum des Kindes, denn Zink wird unter anderem für Zellteilung und Gewebewachstum benötigt.
Warum kein genauer Zink-Wert, sondern eine Spanne empfohlen wird, liegt an einem Stoff namens Phytat, einem natürlichen Bestandteil von Vollkorn, Hülsenfrüchten und Nüssen.
Phytat bindet Zink im Darm, sodass ein geringerer Anteil durch Nahrung aufgenommen werden kann. Bei einer Ernährung mit wenig phytatreichen Lebensmitteln und regelmäßigen tierischen Zinkquellen orientiert sich der empfohlene Tagesbedarf dementsprechend eher am unteren Referenzwert. Bei einer veganen oder vegatarischen Ernährung mit vielen Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten steigt der Zinkbedarf in der Schwangerschaft entsprechend an.
Erhalte Updates zu neuen Produkten, Angeboten und Wissen rund um ganzheitliche Gesundheit.
Bleib auf dem Laufenden
Eine Zufuhr etwas unterhalb der empfohlenen Menge bedeutet noch nicht automatisch, dass ein Zinkmangel vorliegt, denn die Referenzwerte enthalten einen Sicherheitspuffer. Außerdem passt sich der Körper in der Schwangerschaft an und kann Zink aus der Nahrung effizienter aufnehmen.
Zinkbedarf vor der Schwangerschaft
Vor der Schwangerschaft entspricht der Zinkbedarf dem einer nicht schwangeren Frau und liegt je nach Ernährung bei etwa 7 bis 12 Milligramm pro Tag.
Anders als bei Folsäure gibt es keine allgemeine Empfehlung, Zink bereits vor der Empfängnis vorsorglich als Präparat einzunehmen. Im Vordergrund steht eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigen Zinkquellen. Bei rein pflanzlicher Ernährung kann es sinnvoll sein, die Versorgung bereits bei Kinderwunsch genauer zu betrachten und gegebenenfalls eine qualifizierte Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.
Zinkbedarf in der Schwangerschaft
Im ersten Schwangerschaftsdrittel nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung je nach Ernährungsweise Referenzwerte von etwa 7 bis 13 Milligramm Zink am Tag. Bei vielen Frauen unterscheidet sich der Bedarf in dieser Phase damit noch kaum von dem vor der Schwangerschaft.
Ab dem zweiten Trimester steigt die empfohlene Zufuhr auf etwa 9 bis 15 Milligramm täglich. Der Mehrbedarf hängt unter anderem mit dem zunehmenden Wachstum des Kindes zusammen, da Zink für Zellteilung und Gewebewachstum benötigt wird.
Eine Zufuhr, die zeitweise etwas unterhalb dieser Referenzwerte liegt, bedeutet allerdings nicht automatisch, dass bereits ein Zinkmangel besteht. Die Empfehlungen enthalten einen Sicherheitspuffer, zudem kann sich der Körper während der Schwangerschaft anpassen und Zink aus der Nahrung effizienter aufnehmen.
Zinkbedarf in der Stillzeit
In der Stillzeit ist der Zinkbedarf besonders hoch, da über die Muttermilch täglich Zink abgegeben wird. Gleichzeitig kann der Körper auch in dieser Lebensphase die Aufnahme aus der Nahrung steigern.
Eine ausgewogene Ernährung bleibt deshalb die wichtigste Grundlage der Versorgung. Wer nach der Geburt ein Kombipräparat verwendet, sollte bei Stillzeit-Vitaminen darauf achten, welche Menge Zink bereits enthalten ist. Ein zusätzliches Einzelpräparat sollte nicht automatisch dazukommen, sondern nur dann, wenn es für die individuelle Versorgung tatsächlich einen Grund gibt.
Zinkmangel in der Schwangerschaft: Risikofaktoren im Überblick
Eine zeitweise Zufuhr unterhalb des Referenzwerts bedeutet nicht automatisch, dass ein Zinkmangel vorliegt. Das Risiko für eine unzureichende Versorgung steigt vor allem, wenn über längere Zeit zu wenig Zink aufgenommen wird oder zusätzliche Faktoren die Aufnahme im Körper beeinträchtigen.
Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Rein pflanzliche oder vegetarische Ernährung mit viel Vollkorn und Hülsenfrüchten
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- Zöliakie
- Magen- oder Darmverkleinerung wie etwa ein Magenbypass
- Sehr einseitige Ernährung aufgrund von Appetitlosigkeit, Präferenzen oder Weglassen ganzer Lebensmittelgruppen
- Einnahme hoch dosierter Präparate von Eisen
Wenn keiner dieser Risikofaktoren vorliegt, lässt sich der Zinkbedarf mit einer ausgewogenen Mischkost in aller Regel über die Ernährung decken.
Analysiere deine Symptome und erhalte einen persönlichen Score mit passenden Empfehlungen.
Was sagen deine Symptome über deine Gesundheit?
Symptome für eine mangelnde Zinkversorgung in der Schwangerschaft
Ein Zinkmangel kann sich durch verschiedene Beschwerden bemerkbar machen. Diese sind jedoch unspezifisch und können gerade in der Schwangerschaft auch viele andere Ursachen haben. Ein einzelnes Symptom ist kein verlässlicher Hinweis auf einen Zinkmangel. Bestehen Beschwerden über längere Zeit oder liegen zusätzliche Risikofaktoren vor, sollte die Zinkversorgung ärztlich besprochen werden, denn eine routinemäßige Bestimmung des Zinkstatus gehört nicht zur regulären Schwangerschaftsvorsorge.
Auf einen Zinkmangel können folgende Punkte hindeuten:
- Eine erhöhte Anzahl von Infekten (geschwächtes Immunsystem)
- Längere Heilung kleiner Wunden
- Raue Haut, Schuppen und kleine Entzündungen
- Veränderter Geschmack oder Geschmacksverlust
- Mangelnder Appetit ohne erkennbaren Grund
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält in ihren Antworten zum Zinkmangel ausdrücklich fest, dass keines dieser Symptome ausschließlich ein Zeichen dafür sein muss, dass eine zu geringe Zinkzufuhr vorliege. Denn Geschmacksveränderungen und Appetitschwankungen gehören in der Schwangerschaft ohnehin zu den häufigen Begleiterscheinungen der ersten Monate.
Verstehe was deine Laborwerte wirklich sagen.
Bereit für den nächsten Schritt?
Ärztlich eingeordnet und mit einem individuellen Maßnahmenplan.
Zinkmangel in der Schwangerschaft: Welche Folgen häufig auftreten
Ein ausgeprägter Zinkmangel kann bei Schwangeren verschiedene Stoffwechselprozesse beeinträchtigen. Besonders relevant sind die normale Funktion des Immunsystems, die Wundheilung sowie Prozesse rund um Zellteilung und Wachstum.
Folgen für die Mutter
Bei einem schweren Zinkmangel können unter anderem ausgeprägte Hautveränderungen, Haarausfall und anhaltender Durchfall auftreten. Solche Verläufe stehen meist im Zusammenhang mit einer deutlich eingeschränkten Zinkaufnahme oder einer schweren Mangelversorgung.
Auch bei Präeklampsie werden im Durchschnitt niedrigere Zinkwerte im Blut beobachtet. Ein ursächlicher Zusammenhang ist daraus jedoch nicht ableitbar, da Entzündungen und andere krankheitsbedingte Veränderungen den Zinkspiegel beeinflussen können.
Folgen für das Kind
Zink wird für Zellteilung, Gewebewachstum und zahlreiche Entwicklungsprozesse benötigt. Ein ausgeprägter Zinkmangel in der Schwangerschaft kann deshalb die normale Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen und unter anderem mit Wachstumsstörungen verbunden sein.
Wie deutlich sich ein Zinkmangel beim Menschen auf Schwangerschaftsverlauf und kindliche Entwicklung auswirkt, ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Ein Cochrane-Review aus dem Jahr 2021 fand keine klaren Verbesserungen bei Geburtsgewicht, Schwangerschaftsdauer oder der Gesundheit der Neugeborenen durch zusätzliche Zinkgabe. Das spricht dafür, dass sich mögliche Folgen einer unzureichenden Zinkversorgung nicht ohne Weiteres isoliert betrachten lassen, zumal schwere Mangelzustände häufig gemeinsam mit anderen Formen der Mangelernährung auftreten.
Hinweise auf Fehlbildungen infolge eines Zinkmangels stammen überwiegend aus Tiermodellen und können nicht direkt auf den Menschen übertragen werden.
Zinkaufnahme über die Ernährung: welche Lebensmittel und Ernährungsformen den Bedarf decken
Eine ausreichende Zinkversorgung in der Schwangerschaft lässt sich im Wesentlichen über die Ernährung erreichen.
Besonders geeignete Zinkquellen sind:
- Rindfleisch und Schweinefleisch
- Käse, vor allem Hartkäse wie Emmentaler, Parmesan oder Gouda
- Milch, Joghurt und Quark
- Eier
- Haferflocken und Vollkornbrot
- Linsen, Kichererbsen und Bohnen
- Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Cashewkerne
Pflanzliche Quellen können ebenfalls viel Zink enthalten, allerdings reduziert das darin enthaltene Phytat die Aufnahmefähigkeit. Mit einigen Zubereitungsmethoden kannst du die Verfügbarkeit sogar verbessern, wie etwa:
- Hülsenfrüchte vor dem Kochen mehrere Stunden einweichen und das Einweichwasser weggießen.
- Getreide und Samen keimen lassen, wenn überwiegend pflanzlich gegessen wird.
- Sauerteigbrot gegenüber herkömmlichem Vollkornbrot bevorzugen.
- Eine Eiweißquelle ergänzen, etwa Joghurt zum Müsli oder Käse zum Brot.
Übrigens: Auf Vollkorn und Hülsenfrüchte muss trotz des Phytatgehalts nicht komplett verzichtet werden, denn auch diese Produkte beinhalten ebenfalls Zink. Durch Einweichen, Keimen oder Sauerteigfermentation lässt sich die Aufnahme jedoch zusätzlich verbessern.
Darf man Zink in der Schwangerschaft nehmen? Wann Zink supplementieren sinnvoll ist
Grundsätzlich darf Zink in der Schwangerschaft eingenommen werden. Eine Supplementierung kann somit bei unsicherer Versorgung in Betracht kommen, etwa bei einer rein pflanzlichen Ernährung, bei Erkrankungen oder vorherigen Operationen, die eine Zink-Aufnahme beeinträchtigen kann. Bevor du jedoch eine höhere Menge an Zink über ein Präparat einnimmst, solltest du die Unterversorgung immer erst ärztlich absprechen, beziehungsweise feststellen lassen.
Zink gehört nicht zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die in der Schwangerschaft grundsätzlich empfohlen werden. Die aktualisierten Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben sehen für alle Schwangeren Folsäure und Jod vor, DHA bei fehlendem Verzehr von fettem Seefisch und Eisen nur bei nachgewiesenem Bedarf.
Daher gilt: Außerhalb bekannter Risikofaktoren ist kein Vorteil einer vorsorglichen zusätzlichen Einnahme belegt, der sich auf die meisten Schwangeren übertragen lässt.
Wie Zink einnehmen in der Schwangerschaft? Kombipräparat versus Einzelpräparat
In der Schwangerschaft reicht meist ein gut zusammengestelltes Kombipräparat aus, da viele Schwangerschaftsvitamine bereits Zink in moderater Menge enthalten. Bevor du zusätzlich ein Einzelpräparat einnimmst, solltest du deshalb prüfen, welche tägliche Menge an Zink du über das bestehende Präparat und deine Ernährung beriets bekommst.
Auch für unsere Nahrungsergänzungskapseln verwenden wir Zink: 01 femme prenatal liefert 11 Milligramm pro Tagesdosis, 02 femme prenatal 12 Milligramm und 03 femme postnatal ebenfalls 12 Milligramm.

Bei der Auswahl eines Einzelpräparats stellt sich außerdem die Frage, welches Zink in der Schwangerschaft gut aufgenommen wird , denn es kann in unterschiedlichen Verbindungen enthalten sein. Zinkcitrat und Zinkgluconat werden in der Regel besser aufgenommen als Zinkoxid, während für teurere Formen wie Zinkpicolinat oder Zinkorotat bislang kein klarer Vorteil belegt ist.
Your daily moment of trust in the early stages (trying to conceive & Trimester 1). Trying...
€59,00
Your daily moment of trust in late pregnancy (trimesters 2 & 3). From week 13 onwards,...
€59,00
Breastfeeding is a special time – for your baby and for you. FEMME 03 is a...
€59,00
Femme prenatal
02 femme prenatal
03 femme postnatal
Zink in der Schwangerschaft und Überdosierung: welche Richtwerte gelten?
Als zu hoch gilt in der Schwangerschaft eine Zinkzufuhr von mehr als 25 Milligramm pro Tag aus Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln zusammen. Diese europäische Obergrenze gilt auch für Schwangere. Für ein einzelnes Nahrungsergänzungsmittel nennt das Bundesinstitut für Risikobewertung in seinen Höchstmengenvorschlägen für Zink 6,5 Milligramm pro Tagesdosis. Dieser Wert ist jedoch keine medizinische Sicherheitsgrenze, sondern ein vorsorglicher Höchstmengenvorschlag, bei dem berücksichtigt wird, dass zusätzlich Zink über die Ernährung aufgenommen wird.
Eine Zink-Überdosierung in der Schwangerschaft entsteht aber in der Regel nicht durch Lebensmittel, sondern eher dann, wenn mehrere zinkhaltige Präparate gleichzeitig eingenommen werden, etwa ein Schwangerschaftsvitamin zusammen mit einer zusätzlichen Zinktablette oder einem Immunpräparat.
Was passiert bei einer Überdosis an Zink in der Schwangerschaft?
Eine längerfristig zu hohe Zinkzufuhr kann die Kupferaufnahme beeinträchtigen und dadurch unter anderem Blutarmut oder neurologische Beschwerden begünstigen.
Nach einer zu hohen Einnahme können akut folgende Beschwerden auftreten:
- Übelkeit und Erbrechen
- Bauchkrämpfe oder Durchfall
- Kopfschmerzen und Schwindel
- Appetitverlust
Um eine zu hohe Zinkzufuhr zu vermeiden...
- Prüfe die Zinkmenge aller Präparate, die du einnimmst.
- Kombiniere nicht mehrere zinkhaltige Produkte ohne Rücksprache.
- Erhöhe die Dosierung nicht auf eigene Faust.
- Lass ärztlich oder pharmazeutisch prüfen, ob die Gesamtmenge aus mehreren Präparaten noch im empfohlenen Bereich liegt.
Zink-Einnahme in der Schwangerschaft: Wechselwirkungen mit Eisen und Kupfer
Bei der Einnahme von Zink spielen auch Eisen und Kupfer eine Rolle, weil sich diese Mineralstoffe bei der Aufnahme gegenseitig beeinflussen können.
Höher dosierte Eisenpräparate können die Zinkaufnahme verringern, wenn beide gleichzeitig eingenommen werden. Nach Angaben der US-amerikanischen Gesundheitsinstitute betrifft das vor allem Eisenmengen ab etwa 25 Milligramm. Wenn du sowohl Eisen als auch Zink einnimmst, empfiehlt sich deshalb ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden.
Auch bei Kupfer ist die Dosierung relevant: Eine dauerhaft hohe Zinkzufuhr kann die Kupferaufnahme im Darm beeinträchtigen und dadurch unter anderem eine Blutarmut begünstigen. Das betrifft vor allem deutlich höhere Zinkmengen, etwa ab 50 Milligramm täglich, wie sie teilweise in hoch dosierten Erkältungs- oder Immunpräparaten vorkommen.
So nimmst du Zink in der Schwangerschaft sinnvoll ein:
- Zink nicht auf nüchternen Magen, sondern nach dem Essen einnehmen – das gilt auch für NUTRILAB-Präparate.
- Zu hoch dosiertem Eisen mindestens zwei Stunden Abstand halten.
- Erkältungs- und Immunpräparate auf ihren Zinkgehalt prüfen.
- Hohe Zinkdosen nicht über längere Zeit ohne ärztliche Rücksprache einnehmen.
Wenn dir zusätzlich Eisen verordnet wurde, musst du Zink deshalb nicht grundsätzlich meiden. Meist reicht es, beide Präparate mit ausreichend Zeitabstand einzunehmen.
5 Mythen zu Zink in der Schwangerschaft unter der Lupe
Mehr Zink stärkt die Immunabwehr für Schwangere
Zink ist zwar notwendig, damit die Immunabwehr normal funktioniert. Daraus folgt jedoch nicht zwangsläufig, dass zusätzliche Mengen stets das Immunsystem stärken, da die empfohlene Menge oft bereits über die Nahrung und Verarbeitung aufgenommen wird. Eine dauerhaft zu hohe Zufuhr kann sogar die Kupferaufnahme beeinträchtigen, wodurch langfristig ein Kupfermangel und unter anderem eine Blutarmut entstehen können.
Ein Bluttest zeigt zuverlässig, ob ein Mangel an Zink besteht
Ein einzelner Zinkwert im Blut ist nur begrenzt aussagekräftig, weil er unter anderem von Tageszeit, letzter Mahlzeit, Entzündungen und bestimmten Medikamenten beeinflusst wird. In der Schwangerschaft kann der Wert zusätzlich sinken, weil sich das Blutvolumen vergrößert - woraus jedoch nicht automatisch ein Mangel an Zink geschlossen werden kann.
Ob eine höher dosierte Einnahme an Zink für dich sinnvoll ist, muss daher auch anhand deiner Ernährung und möglicher Risikofaktoren wie chronische Darmerkrankungen oder vergangene Operationen beurteilt werden.
Zink hilft gegen Haarausfall
Haarausfall kann viele Ursachen haben und ist kein verlässlicher Hinweis auf einen Zinkmangel. Eine große Auswertung aus dem Jahr 2025 zeigte bei Menschen mit Haarausfall zwar geringfügig niedrigere Zinkwerte, der Unterschied war jedoch klinisch kaum relevant. Die Autoren raten deshalb von einer routinemäßigen Bestimmung des Zinkwerts bei Haarausfall ab.
Auffälligkeiten im Eisenstoffwechsel spielten in derselben Auswertung eine deutlich größere Rolle als der Zinkstatus. Haarausfall sollte deshalb nicht pauschal mit Zink behandelt werden, sondern zunächst im Hinblick auf mögliche Ursachen abgeklärt werden.
Pflanzliche Ernährung führt automatisch zu Zinkmangel
Auch bei vegetarischer oder veganer Ernährung entsteht nicht automatisch ein Zinkmangel. Das Risiko für eine unzureichende Versorgung kann jedoch höher sein, weil Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln teilweise schlechter aufgenommen wird. Ob tatsächlich eine Unterversorgung wahrscheinlich ist, lässt sich besser anhand der gesamten Ernährung, der aufgenommenen Zinkmenge und zusätzlicher Risikofaktoren einschätzen, als allein anhand der Ernährungsform.
Zink als Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft ist schädlich
Zink ist auch in der Schwangerschaft ein notwendiges Spurenelement, und eine Nahrungsergänzung ist nicht automatisch schädlich. Eine Überdosierung von Zink droht vor allem dann, wenn die empfohlenen Mengen dauerhaft überschritten werden, insbesondere wenn die Gesamtzufuhr aus Ernährung und Präparaten dauerhaft über 25 Milligramm pro Tag liegt.
Erhalte Updates zu neuen Produkten, Angeboten und Wissen rund um ganzheitliche Gesundheit.
Bleib auf dem Laufenden
Zink-Einnahme in der Schwangerschaft: Häufige Fragen
Wie viel Zink in der Schwangerschaft darf ich über ein Präparat einnehmen?
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für ein einzelnes Nahrungsergänzungsmittel 6,5 Milligramm Zink pro Tagesdosis. Dieser Wert ist jedoch keine medizinische Sicherheitsgrenze, sondern ein vorsorglicher Höchstmengenvorschlag. Für die gesamte tägliche Zinkzufuhr aus Ernährung und Präparaten gilt eine Obergrenze von 25 Milligramm.
Darf ich Zink in der Schwangerschaft nehmen, wenn ich schon ein anders Schwangerschaftsvitamin einnehme?
Enthält dein Schwangerschaftsvitamin bereits Zink, solltest du vor einer zusätzlichen Einnahme prüfen, wie viele Milligramm Zink es pro Tagesdosis liefert und wie viel durch das zweite Präparat hinzukommt. So lässt sich vermeiden, dass die gesamte Zinkzufuhr unnötig hoch wird.
Wird der Zink-Wert bei der Schwangerschaftsvorsorge standardmäßig kontrolliert?
Der Zinkwert gehört nicht zu den üblichen Routineuntersuchungen in der Schwangerschaft, weil ein einzelner Blutwert nur eingeschränkt aussagekräftig ist. Eine Messung wird eher dann erwogen, wenn konkrete Risikofaktoren vorliegen, etwa bei veganer Ernährung, chronischen Darmerkrankungen oder nach Operationen am Magen-Darm-Trakt.
Ich bin mit Zwillingen schwanger. Sollte ich mehr Zink in meine Ernährung einplanen?
Für eine Zwillingsschwangerschaft gibt es keine eigene Empfehlung für eine höhere Zinkzufuhr. Die üblichen Referenzwerte für Schwangere gelten auch bei Mehrlingen, sodass du deine Ernährung nicht allein wegen der Zwillingsschwangerschaft gezielt zinkreicher gestalten musst.
Kann Zink gegen Schwangerschaftsübelkeit helfen?
Ob Zink gegen Schwangerschaftsübelkeit hilft, ist medizinisch nicht ausreichend belegt. Auf nüchternen Magen kann eine zu starke Dosierung sogar selbst Übelkeit auslösen und verstärken.
Wie viel Zink in der Schwangerschaft? Ein Fazit
Bei Zink in der Schwangerschaft geht es nicht darum, möglichst viel zuzuführen, sondern den Bedarf passend zu decken und unnötige Doppelungen zu vermeiden. Die Ernährung bildet die Grundlage, Schwangerschaftspräparate können einen relevanten Anteil beitragen, und zusätzliche Einzelpräparate sind vor allem dann kritisch, wenn die Gesamtzufuhr dauerhaft zu hoch wird. Bei NUTRILAB MUNICH wird Zink in der Schwangerschaft deshalb nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit Ernährung, Lebensphase und bereits verwendeten Präparaten eingeordnet.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnostik oder Behandlung.

